Low Vision Raumgestaltung in der SWW

Unsere Räume sind so gestaltet, dass sich auch Menschen mit starker Sehbeeinträchtigung möglichst eigenständig und sicher darin bewegen können. In Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Low Vision werden Arbeitsplätze, Wege, Gänge und Wohnbereiche immer wieder an die speziellen Bedürfnisse unserer Klient:innen angepasst und optimiert.

Beispiele für sehbehindertengerechte Raumgestaltung

Kennzeichnung und Beschriftung

Kennzeichnungen sind sehr gut sichtbar (visuell) oder tastbar (taktil).

Türen, Stockwerke und andere Orientierungspunkte sind visuell gekennzeichnet. Die Kennzeichnungen sind
  • gut sichtbar und fallen sofort ins Auge

  • deutlich vergrößert

  • hoch kontrastreich

  • eindeutig

  • einfach zu verstehen

Ein Mann tastet ein Hinweisschild an einer Tür ab um sich zu orientieren. Er befindet sich in einem Treppenhaus. Die Ziffer 3 ist in Großschrift an der Wand zu sehen. Das bedeutet er befindet sich im dritten Stock
Taktile Informationen sind
  • genau dort angebracht, wo man sich bewusst orientiert.
  • mit den Fingern oder einer Hand abtastbar

  • für Menschen mit einem vorhandenen Sehrest deutlich erkennbar (Größe, Farbe, Kontrast)

  • eindeutig

  • einfach zu verstehen

Finger tasten ein Hinweisschild ab. Auf dem Schild befinden sich Informationen als tastbares Bild, in Brailleschrift und in tastbarer Schwarzschrift. Das Schild zeigt an, welche Wohngruppen sich auf dem Stockwerk befinden.

Die Kombination von (tastbarer) Schwarzschrift, Braille-Schrift und Symbolen ist für unsere Bewohner:innen und Werkstattmitarbeiter:innen mit Blindheit oder Sehbeeinträchtigung besonders hilfreich. Verschiedene Bereiche auf unserem Gelände werden mit bestimmten Symbolen und Farben markiert um eine möglichst selbständige Orientierung zu ermöglichen.

Raumbeleuchtung und Kontraste

Eine gute Ausleuchtung unserer Gänge und Räume ermöglicht eine sichere Orientierung ohne störende Blendung oder irritierende Schatten.

Zusätzlich wird die Orientierung durch kontrastreiche Hervorhebung unterstützt, z.B. bei
  • Lichtschaltern
  • Türrahmen, Griffen
  • Hindernissen
  • sonstigen relevanten Orientierungspunkten

Kontrastreich gestaltete Arbeitsplätze erleichtern die Arbeit durch
  • Komplementärfarben (z.B. blaue Tischplatte, gelbe Box für Arbeitsmaterial)
  • Farblich abgesetzte Tischsets und Begrenzungen.
  • Dunkle Unterlagen für helle Arbeitsmaterialien oder umgekehrt

Leitlinien im Innen- und Außenbereich

Unsere Klient:innen können sich durch ein durchgängiges Leitlinien-System auf unserem Gelände selbständig bewegen. Spezielle Keramikfließen helfen in den Gängen und Innenräumen dabei, den richtigen Weg zu finden.

Im Außenbereich kommen Handläufe und Bodenmarkierungen zum Einsatz, die mit dem Langstock gut erfasst und ertastet werden können.