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STARKBIERFEST
12. April 2011, 19.30 Uhr 13. April 2011, 19.30 Uhr
Der Wilderer – Frevler und Held
Die Figur des Wildschützen gehört zum festen Bestand alpenländischer Kultur- und Sozialgeschichte. Im bayerischen Oberland blieben Erinnerungen an Wilderer besonders am Tegern- und Schliersee sowie im Isarwinkel lebendige Tradition.
Der Antagonismus Jäger und Wilderer zeigt sich vor allem in der Beurteilung des Eigentumsrechts an Tieren in freier Wildbahn. Denn beide Gruppen entstammen dem gleichen sozialen Milieu der Kleinbauern, Holzknechte und Tagelöhner. Der Jäger vertrat hier die Position der Obrigkeit, die die Jagd auf das die Fluren schädigende Wild für sich allein reklamierte, während die in ihrer Existenz stets bedrohte Landbevölkerung es als erlaubte Nahrungsergänzung ansah. Weil drakonische Strafen drohten, lief es auf einen Kampf Mann gegen Mann hinaus – nach dem Motto„G’schwinder (schießen) ist g’sünder...“
Dramen und Tragödien waren vorprogrammiert: während einer abenteuerlichen Flucht oder bei einem Duell enger Freunde oder Verwandter, die sich aufgrund der Tarnung nicht erkannt hatten. Das gefahrvolle, Mut und Verwegenheit erfordernde Metier und die Opposition gegen die Autoritäten formten Helden, die auch erotisch attraktiv waren: „Was hat denn a Wildschütz? A Wildschütz hat nix/ wia a schwarzaugats Dirndl/ und an Abschrauberbüchs.“
Schlawiner & Grattler
Zu der breiten Wirkungsgeschichte der Wildererthematik in der Jäger-Fachliteratur sowie (häufig illustrierten) Erzählungen, Romanen, Gedichten, der Genremalerei und Kino- und Fernsehfilmen zählt auch Gerhard Loews „Grattleroper“. Wir haben dieses bairische Erfolgsmusical, das 1978 zuerst von der Iberlbühne gespielt wurde, als Lesetheater eingerichtet und der leicht gekürzten Fassung eine Erzählerin hinzugefügt.
Im Mittelpunkt steht die arme Bauernfamilie Fischlechner, deren Sohn im gräflichen Forst häufig wilderte und erschossen aufgefunden wurde. Wer hat diesen Mord auf dem Gewissen? Die Eltern beklagen resigniert und verbittert ihr Schicksal, doch die forsche Tochter gibt nicht auf. Ein Zigeuner gerät in Verdacht. Zugleich muss sich Maria dem Liebeswerben des gräflichen Verwalters und eines langjährigen Geschäftspartners der Familie erwehren. Die Situation droht zu eskalieren …
Schlawiner & Grattler Oder: Ma muass scho schaugn wo ma bleibt…
Lesetheater nach Gerhard Loew
mit Gesang von Peter Michael, © MundArt Verlag
Bearbeitung: Agnes Kraus (Text)
und Michael Lohner (Musik)
Mitwirkende (PDF)
| Schauspieler | |
| Agnes Kraus |
Erzählerin |
| Roland Astor |
Fischlechner, Kleinhäusler |
| Barbara Kutzer |
Fischlechnerin, sein Eheweib |
| Anna Lohner |
Maria, beider Tochter |
| Claus Obalski |
Pasolini, Kesselflicker, Zigeuner |
| Peter Hoffmann |
Oarstocker, Viehhändler, Hehler |
| Hanno Sollacher |
Stanzlinger, gräfl. Forstverwalter
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| Musiker | |
| Michael Lohner |
Klavier & Musikalische Leitung |
| Helmut Berger |
Posaune |
| Mike Berwanger |
Bass |
| Heike Knierim |
Querflöte |
| Hejo Marx |
Gitarre
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eine Produktion des „Besemfelder-Ensembles“
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| ein Projekt der |  |
Dank
Wir servieren das traditionsreiche Salvator-Starkbier der Brauerei Paulaner, die unser Fest auch in diesem Jahr wieder großzügig unterstützt.
Bildergalerie
Fotos: Georg Puppe
12. April 2011
Fotos: Dieter Schnöpf
13. April 2011
Fotos: Thomas Schwarz
16. April 2011 - Saxenhammer
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